Hausmittel gegen juckende Kopfhaut

Sowohl bei einer erhöhten Talgproduktion, wie auch bei einer trockenen Kopfhaut durch zu wenig Fett kommt es zu Juckbeschwerden. Wenn die Talgdrüsen auf dem Kopf zu wenig Fett produzieren, wird die Haut trocken und beginnt mit der Zeit zu jucken. Das wiederum reizt zum Kratzen. Es bilden sich Schuppen, die Kopfhaut entzündet sich und die Talgdrüsen werden noch mehr in ihrer Fettproduktion gehemmt. Ein Kreislauf ohne Ende.

Umgekehrt ist die vermehrte Talgproduktion der Haut ein idealer Nährboden für einen Pilz. Der breitet sich aus, ernährt sich vom Fett und bildet Ausscheidungen. Diese Ausscheidungen sind recht aggressiv, weswegen es zum Juckreiz der Haut und somit auch wieder zur Schuppenbildung kommt. Durch die vermehrte Abnahme des Hautfettes werden aber die Talgdrüsen immer mehr zur Fettproduktion angeregt, wodurch sich der Pilz immer weiter ausbreiten kann. Auch hier wieder ein Kreislauf, der nicht endet.

Unternehmen Sie nichts gegen das jeweilige Hautproblem, kann es soweit kommen, dass die Kopfhaut durch die starke Schuppenbildung oder die erhöhte Talgproduktion schlechter durchblutet wird. Dann werden auch die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend stimuliert, das gesunde Haarwachstum ist gefährdet und letztendlich kommt es zu Haarausfall.

Um bereits den Anfängen zu wehren und dadurch auch die Folgeerscheinungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, mit selbst gemachten Shampoos, Spülungen und Haarkuren das Problem anzugehen.

Juckende Kopfhaut: Hausmittel

  • Ätherisches Kamillenöl: Das ätherische Öl der Kamille beruhigt die angegriffene Kopfhaut und stillt den Juckreiz. Das Öl lässt sich aus der Kamillenblüte extrahieren. Im Kamillentee ist das ätherische Öl ebenfalls enthalten, allerdings in einer geringeren Konzentration. Daher ist die Wirkung von Kamillentee schwächer. Weitere Infos: Kammillentee für die Haare
  • Bergamotteöl: Beim Bergamotteöl handelt es sich ebenfalls um ein ätherisches Öl. Es weist sowohl entzündungshemmende Eigenschaften auf, wie auch antibakterielle. Beide Wirkungsweisen helfen, den Juckreiz der Kopfhaut zu mildern. In der Anwendung wird es gerne zusätzlich mit einem hautberuhigenden Öl gemischt.
  • Kokosöl: Das Fett der Kokosnuss pflegt nicht nur die Haare, sondern spendet auch der Kopfhaut viel Feuchtigkeit. Dadurch wird einer trockenen Haut vorgebeugt und der Juckreiz kann gar nicht erst entstehen. Zusätzlich enthält Kokosöl Triglyzerid-Fette, die rasch in Kopfhaut und Haarwurzel eindringen. Es schafft ein Hautmilieu, indem sich Pilze nicht wohlfühlen, und hemmt somit deren Ausbreitung. Das Öl aus der Kokosnuss ist vollkommen reizfrei und somit sogar für die empfindlichste Haut geeignet. Interessante Rezepte finden Sie auf der Seite Kokosöl für die Haare
  • Lavendelöl: Das ätherische Lavendelöl stillt nicht nur den Juckreiz der Kopfhaut, sondern heilt gleichzeitig kleine Wunden, die durch Kratzen bei der Hautreizung entstanden sein können. Der hohe Kampfergehalt im Lavendelöl bewirkt, dass die Kopfhaut besser durchblutet wird und ihre Selbstheilungskraft gestärkt wird. Es wirkt entzündungshemmend und ist für eine rasche und effektive Behandlung bei Pilzerkrankungen bekannt.

  • Lindenblütentee macht das Haar weich und geschmeidig und beruhigt die gereizte Kopfhaut. Dadurch nehmen die Juckbeschwerden ab und die Haut kann sich regenerieren. Der beruhigende Sud aus Lindenblüten wird gerne mit einem entzündungshemmenden, ätherischen Öl verknüpft.
  • Pfefferminz wirkt hautberuhigend und antiseptisch. Dadurch wird der Juckreiz gemildert und kleine Kratzer, die auf der Kopfhaut entstanden sind, können rascher abheilen. Am effektivsten arbeiten Sie mit dem ätherischen Öl der Pflanze. Aber auch im Pfefferminztee sind die hautberuhigenden und entzündungshemmenden Wirkstoffe – lediglich in einer geringeren Konzentration - vorhanden.
  • Rosmarin beruhigt die Kopfhaut und wirkt ausgleichend. Es pflegt rissige Hautstellen, sodass kleine Wunden schneller heilen und auch auf diese Weise der unangenehme Juckreiz genommen wird. Um einen Sud herzustellen, können Sie entweder frischen Rosmarin aus dem Garten verwenden oder die getrockneten Kräuter.
  • Sheabutter: Die pflegende Sheabutter lindert Hautreizungen und ist somit prädestiniert für die Anwendung bei juckender Kopfhaut. Zusätzlich lässt sie kleine Pickel, die sich auf der geschundenen Kopfhaut gebildet haben, rasch abheilen. Weitere Infos und Rezepte: Sheabutter für die Haare
  • Zypressenöl: Das ätherische Zypressenöl vermindert eine übermäßige Talgproduktion und entzieht auf diese Weise dem Kopfhautpilz seinen Nährboden. Ist die Pilzerkrankung beseitigt, hat auch der Juckreiz ein Ende. Sie hören auf zu kratzen und die Schuppenbildung lässt ebenfalls nach.

Dass die Ursachen für juckende Kopfhaut genau gegensätzlicher Natur sind, macht die Wahl des Hausmittels und die Behandlung nicht gerade einfach. Bevor Sie also mit einer selbst erstellten Therapie beginnen, müssen Sie den Grund für Ihre Beschwerden herausfinden. Dazu ist es essenziell, dass Sie feststellen, ob der Juckreiz durch eine zu trockene Kopfhaut entsteht, oder durch einen Pilz, der durch eine überhöhte Talgproduktion genährt wird.

Um die Beschaffenheit Ihrer Kopfhaut herauszufinden, orientieren Sie sich am besten an Ihren Haaren. Neigen Sie zu fettigem Haar, dürfen Sie davon ausgehen, dass auch Ihre Kopfhaut fettig ist und übermäßig viel Talg produziert wird. Haben Sie eher trockene, spröde Haare, ist auch Ihre Kopfhaut trocken.

Kokosöl

Shampoo gegen juckende Kopfhaut

Für ein Shampoo mit Buttermilch und Pfefferminz gegen trockene, juckende Kopfhaut benötigen Sie:

  1. 150 ml Buttermilch (Zimmertemperatur)
  2. 5 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
  3. 2 Tropfen ätherisches Kamillenöl
  4. 1 EL mildes Babyshampoo (siehe Baby Shampoo selber machen)

Zubereitung und Anwendung: Gießen Sie die Buttermilch in ein Glas, geben Sie das Shampoo dazu und träufeln Sie die ätherischen Öle darüber. Mischen Sie die Zutaten mithilfe eines Milchaufschäumers gut durch.

Zum Haarewaschen geben Sie das selbstgemachte Haarshampoo ins nasse Haar und massieren es besonders in die Kopfhaut gut ein. Lassen Sie das Shampoo 2 Minuten einwirken und spülen Sie es anschließend mit viel lauwarmem Wasser gründlich aus.

Weitere interessante Rezepte: Hausmittel gegen trockene Kopfhaut

Spülung gegen juckende Kopfhaut

Zutaten für die selbst gemachte Rosmarinspülung gegen juckende Kopfhaut und Schuppen:

  • 1 Liter Wasser
  • 4 EL Rosmarinblätter

Zubereitung und Anwendung: Geben Sie den Rosmarin in eine Teekanne. Bringen Sie das Wasser zum Kochen und übergießen Sie die Rosmarinblätter mit dem heißen Wasser. Schließen Sie den Deckel der Teekanne und lassen Sie den Rosmarintee 10 Minuten ziehen. Dann lassen Sie den Tee durch ein Sieb laufen und warten, bis er abgekühlt ist.

Nach dem Haarewaschen übergießen Sie Ihren Kopf mit der selbstgemachten Rosmarinspülung. Massieren Sie das Hausmittel gut in die Kopfhaut ein. Es handelt sich um eine Leave-In-Spülung, die nicht ausgewaschen werden muss.

Weitere Hausmittel Rezepte: Hausmittel gegen Schuppen

Haarkur gegen juckende Kopfhaut

Für die pflegende Haarkur gegen juckende Kopfhaut und trockene Haare:

  1. 2 EL Sheabutter
  2. 1 EL Kokosfett

Zubereitung und Anwendung: Geben Sie die Sheabutter zusammen mit dem Kokosfett in ein Schüsselchen und erhitzen Sie beide Zutaten im Wasserbad. Sobald sie geschmolzen sind, verrühren Sie die flüssige Sheabutter mit dem Kokosöl. Lassen Sie die Haarkur auf eine Ihnen angenehme Temperatur abkühlen.

Dann streichen Sie sie dann auf den Kopf. Massieren Sie das Hausmittel gut mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut ein. Setzen Sie eine Duschhaube auf und umwickeln Sie Ihren Kopf mit einem Frotteehandtuch. Im Idealfall lassen Sie die Haarkur über Nacht einwirken und waschen sie am nächsten Morgen mit einem milden Shampoo (siehe Mildes Shampoo selber machen) und reichlich lauwarmem Wasser gründlich aus.

Weitere Rezepte für Ihr Haarproblem: Hausmittel gegen trockene Haare

Haarmaske gegen juckende Kopfhaut

Zutaten für Haarmaske gegen fettige, juckende Kopfhaut und fettige Haare:

  • 30 ml Olivenöl
  • 8 Tropfen Bergamotteöl
  • 8 Tropfen Zypressenöl
  • 8 Tropfen Lavendelöl

Zubereitung und Anwendung: Geben Sie das Olivenöl in ein Schälchen und erwärmen Sie es im Wasserbad, bis es ungefähr 35 Grad hat. Träufeln Sie dann die ätherischen Öle dazu und vermischen die Zutaten gründlich.

Tragen Sie die Haarmaske auf Ihre feuchten Haare auf und massieren Sie sie gut in die Kopfhaut ein. Umwickeln Sie Ihren Kopf zuerst mit Frischhaltefolie und anschließend mit einem Frotteehandtuch. Unter der Kopfsauna lassen Sie die selbst gemachte Maske circa 20 Minuten einwirken. Dann waschen Sie das Hausmittel mit einem milden Shampoo ohne Silikone gründlich aus.